Eier: gekocht OK - roh oje

Teilen

Eidotter/Eiweiß/Cholesterin/Lezithin/

  • Gekochte Eier sind in vernünftigen Mengen ein gesunder Futterbestandteil für ihren Hund.
  • Eiklar sollte nie roh verwendet werden, da es die Verdauung beeinträchtigt und einen Vitaminmangel verursachen kann.
  • Eier versorgen den Organismus ihres Hundes mit Proteinen und Fett.
  • Trotz der wertvollen Inhaltsstoffe sind nicht alle Bestandteile von Eiern als Nahrung für Hunde geeignet.

 

1. Inhaltsstoffe

Der Eidotter

  1. ist reich an essentiellen Aminosäuren und ungesättigten Fettsäuren. Die Aminosäuren greifen in den Zellstoffwechsel ein und fördern die Bildung von Muskelgewebe. Fettsäuren sorgen für ein glänzendes Fell und gesunde Haut.
  2. Cholesterin und Lecithin stehen für die Körper- und Gehirnzellen als Energielieferanten zur Verfügung. Fettlösliches Vitamin A unterstützt die Gesundheit von Augen und Haut.

Enthält das Hundefutter zu viel Eidotter, kann der Stoffwechsel mit dem Abbau des Fettes überfordert sein, die Bauchspeicheldrüse wird überlastet, Stoffwechselstörungen entstehen.

Das Eiklar

  1. enthält in roher Form Avidin und Trypsininhibitoren. Diese beeinträchtigen die Verdauung, binden und zerstören B-Vitamine. Erhält ein Hund oft rohes Eiklar, kann ein Biotin-Mangel entstehen.
  2. In gemahlenem Zustand ist die Eischale eine natürliche Kalziumquelle, die unter das Futter gemischt werden kann. Je feiner die Eierschalen gemahlen werden, umso besser kann das Kalzium im Darm resorbiert werden. An der Oberfläche der Schalen können sich Salmonellen und andere Bakterien befinden. Daher sollten die Schalen immer vor dem Zerkleinern gekocht werden. Der Kalziumgehalt verringert sich nicht durch die Erhitzung der Schalen.

2. Rohe Eier verursachen Probleme

Avidin im Eiklar sorgt für eine längere Haltbarkeit der Eier und schützt die Umwelt des Embryos vor bakteriellen Infektionen. Im Darm verhindert Avidin die Resorption von Biotin durch die Darmschleimhaut.

Zusätzlich wird die Verdauung von Eiweiß aus dem Futterbrei durch einen Proteinhemmstoff stark eingeschränkt, Aminosäuren können nicht mehr ausreichend aufgenommen werden. Beide Inhaltsstoffe werden durch Erhitzung neutralisiert.

3. Biotin-Mangel durch rohes Eiklar

Erhält ein Hund oft rohes Eiklar, kann ein Biotin-Mangel entstehen. Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin, das in geringen Mengen auch von Körper ihres Hundes gebildet wird. Zusätzlich muss Biotin mit der Nahrung aufgenommen werden, um dentäglichen Bedarf zu decken. Biotin-Mangel: Biotin ist an der Zellteilung und verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Das Vitamin sorgt für ein gesundes, glänzendes Fell und beeinflusst den Blutzuckerspiegel.

Symptome: Die Haut des Hundes schuppt und neigt zur Bildung von Ekzemen. Die Haare sind stumpf, brechen ab und fallen aus. Der Hund kratzt sich infolge hochgradigen Juckreizes. Da nicht mehr genügend Energie zur Verfügung steht, wirkt ihr Hund müde.

4. Wie man ein frisches Ei erkennt

Wird das Ei geschüttelt, kann man bei älteren Eiern, die über eine größere Luftblase verfügen, spüren, wie sich die Eihaut von der Schale löst. In Wasser gelegt, schwimmen ältere Eier an der Oberfläche, frische Eier sinken ab. Wird das Ei aufgeschlagen wird bei frischen Eiern der Dotter in der Mitte gehalten, ältere Eier haben keine definierte Struktur mehr.

5. Darf ein Hund gefärbte Ostereier essen?

Werden zum Färben Naturfarben verwendet, kann sich ihr Hund selbstverständlich an der Ostereiersuche beteiligen. Auch er kann zu Ostern in den Genuss eines hartgekochten Eis kommen.

 

Mehr über