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Der Orientalische Augenwurm

Entzündung der Lidbindehaut oder steckt vielleicht mehr dahinter?

 

In den letzten 30 Jahren haben die Augeninfektionen durch den orientalischen Augenwurm in Europa bei Menschen und Haustieren stark zugenommen.

Die Klimakrise und damit verbundene Erderwärmung bringt auch vermehrt Parasiten und neue Erkrankungen mit sich. Der Orientalische Augenwurm ist erst mit der Veränderung des Klimas in Europa heimisch geworden.

Orientalischer Augenwurm – Thelazia callipaeda

Der Fadenwurm, der ursprünglich im Fernen Osten beheimatet war, wird durch Fruchtfliegen übertragen. Eine weitere Verbreitung erfolgt durch Wanderungen von Wildtieren.  Der Wurm befällt den Bindehautsack des Auges und das umgebende Gewebe und kann schwere Schäden verursachen.

Wer ist betroffen?

Thelazia parasitiert nicht nur in Wildtieren, wie Rehen, Hasen und Wildschweinen. Hunde und Katzen können ebenso durch Fruchtfliegen infiziert werden. Auch der Mensch wird von dem Parasiten nicht verschont.

Symptome

Die Lidbindehaut ist gerötet und geschwollen. Aus dem Auge tritt anfangs klarer, später eitriger Ausfluss aus. Wird der Parasit nicht entfernt, kann Ihr Tier sein Sehvermögen verlieren.

Therapie

Der Fadenwurm muss mechanisch entfernt werden. Zusätzlich erfolgt eine orale Behandlung mit Praziquantel. Zur Abheilung der Entzündung werden Augentropfen verabreicht. Die Symptome bessern sich innerhalb von zwei Wochen.

Fazit

Bei Lidbindehautentzündungen muss auch vermehrt eine Infektion mit dem orientalischen Augenwurm in Betracht gezogen werden. Nicht nur Tiere, auch Menschen zählen zu seinen bevorzugten Wirten.