Chippen hilft nur, wenn der Chip auch in einer Datenbank erfasst ist.
(c) Foto: Rohit Tripathi auf Pixabay

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3 gute Gründe Hund und Katze chippen und registrieren zu lassen.

Chippen/Tierarzt Praxis/Hund & Katze/animaldata - News am 27. August 2020

  • Chippen ist in Österreich nur für Hunde verpflichtend.  Katzen und Frettchen brauchen den Chip nur für einen Grenzübertritt.
  • In Deutschland ist Chippen nicht bundesweit geregelt. Jedes Land hat eine eigene Regelung.
  • Nur gechippte Tiere dürfen die EU- Grenzen passieren.
  • Der Mikrochip alleine hilft noch nicht, ein Haustier zu identifizieren.
  • Der die Nummer des Mikrochips muss mit den Besitzerdaten in einer Datenbank registriert sein.
  • Der Mikrochip wird von einem/einer Tierarzt/Tierärztin eingesetzt.

In den meisten Ländern besteht bereits eine Chippflicht für Hunde. Für Katzen ist der Chip derzeit noch freiwillig, außer bei einem Grenzübertritt. Wer seinen Vierbeiner mit in den Urlaub nehmen möchte, muss vorher den Chip überprüfen und einen EU-Heimtierpass ausstellen lassen.

1. Warum man Sie Ihren Vierbeiner chippen und registrieren lassen sollten:

  1. Nur ein gechipptes Haustier kann eindeutig identifiziert werden.
  2. Entlaufene Haustiere können über die Nummer des Chips identifiziert werden. Diese wird mit einem Lesegerät schmerzfrei abgelesen.
  3. Ist der Chip in einer Datenbank registriert, können die Besitzer*innen des Tieres rasch ausfindig gemacht und verständigt werden. 

2. Für welche Haustiere ein Chip sinnvoll ist:

Jedes Haustier das weglaufen könnte, sollte gechippt und in einer Datenbank registriert werden. Nur so besteht die Chance, dass seine Besitzer*innen sofort verständigt werden, wenn es gefunden wurde. Ein Chip wird Hunden, Katzen und Frettchen eingesetzt.

  • In Österreich ist der Chip für Hunde ist verpflichtend.
  • In Deutschland bestehen in jedem Bundesland andere Vorschriften.
  • Katzen und Frettchen, die sich nur innerhalb von Österreich aufhalten, können freiwillig gechippt werden. 
  • Bei einem Grenzübertritt ist immer die Kennzeichnung mit einem Chip erforderlich.
  • In Österreich müssen Hunde bereits vor der Abgabe durch den Züchter gechipt werden.

3. Wie der Chip eingesetzt wird:

Der Chip wird in der Tierarztpaxis an der linken Halsseite unter die Haut Ihres Tieres gesetzt. Für diesen Vorgang ist keine Operation erforderlich. Der reiskorngroße Chip wird mit einer Einmalnadel direkt unter die Haut injiziert.

4. Ist das Setzen des Chips schmerzhaft oder gefährlich?

Sie können die Implantation mit einer Impfung vergleichen. Die Nadel ist nur etwas größer. Der Vorgang ist für Ihren Vierbeiner nicht schmerzhaft.

Es kommt äußerst selten vor, dass der Chip wandert. Wenn, kann er aber nie in Blutgefäße eindringen und mit dem Blut zu Organen transportiert werden.

5. Warum  die Registrierung eines Mikrochips wichtig ist:

  1. Der Mikrochip alleine hilft noch nicht, Ihr Haustier zu identifizieren.
  2. Der Chip ist inaktiv und sendet keine Informationen über den Standort Ihres Tieres aus.
  3. Erst durch die Registrierung der Daten in einer Heimtier-Datenbank kann ein Hund oder eine Katze dem Besitzer zugeordnet werden. 
  4. Bei Verlust eines Hundes oder einer Katze kann über die Datenbank eine Meldung an alle Tierärzt*innen der Umgebung geschickt werden. Wird ein Tier aufgefunden, überprüfen Tierärzt*innen oder Tierschutzvereine, ob ein Chip vorhanden und registriert ist. Die Besitzer*innen werden telefonisch verständigt.

6. Heimtier-Datenbanken in Österreich:

In Österreich gibt es zwei große Datenbanken und einige lokale Datenbanken für die Registrierung von Hunden und Katzen.

Die größte Datenbank ist die von der Tierärztekammer unterstützte Animaldata: www.animaldata.com.

Derzeit besteht in Österreich nur eine verpflichtende Registrierung für Hunde im EU-Heimtierregister. Die Eintragung in eine private Heimtierdatenbank ist nicht verpflichtend, aber sinnvoll, damit Ihr Tier bei Verlust wieder zu Ihnen zurückkehren kann.

Eine Registrierung ist beispielsweise bei Tasso e.V. möglich: www.tasso.net

7. Muss ein Mikrochip regelmäßig erneuert werden - nein.

Der Mikrochip wird durch einen Glasmantel geschützt. Es ist nicht notwendig, den Chip auszutauschen oder zu erneuern. Sehr selten treten technische Defekte auf.

Bei einem Besitzerwechsel werden nur die Daten der Registrierung in der Datenbank z.B. in der Tierarzt-Praxis geändert.

Der Chip muss nicht verändert oder erneuert werden. Auch die Änderung des Wohnsitzes und der Telefonnummer ist jederzeit kostenlos möglich.

8. Fazit

Registrieren Sie Ihren Hund und Ihre Katze nach dem Chippen, damit bei einem Entlaufen Ihres Tieres die Chance für eine rasche Rückkehr in Ihre Familie größer ist.