300 Millionen Tiere leiden weltweit bei Tierversuchen [09|22]

Tierversuche, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Primaten, Medizin, Kosmetika - Petdoctors [06|09|22]
(c) Photo: Karsten Paulick auf Pixabay
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Tierversuche, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Primaten, Medizin, Kosmetika - News [06|09|22]

  • Tierversuche sind nur noch selten erforderlich
  • Dennoch werden weltweit für Medizin und Kosmetikindustrie noch immer zahlreiche Tierversuche durchgeführt.
  • 300 Millionen Kaninchen, Mäuse und Ratten leiden weltweit bei Tierversuchen
  • Versuche werden auch weiter an Primaten durchgeführt
  • Seit 2013 sind NUR in der EU Tierversuche für Kosmetika verboten

Heute gibt es viele Alternativen, die den Tieren Leid erspart:

Alternative 1: In-vitro-Screening mit künstlicher Haut

  1. Künstliche Haut wird im Labor gezüchtet
  2. Die künstliche Haut besteht wie die menschliche Haut aus mehreren Schichten
  3. Die oberste Schicht ist eine Hornhaut
  4. Mit der künstlichen Haut können auch Zwischenschritte der Einwirkung der Testsubstanz untersucht werden
  5. Der Versuch verursacht weniger Kosten

Bei den Versuchen wird die Testsubstanz auf die künstliche Haut aufgetragen. Nach der Testzeit werden die Zellen unter dem Mikroskop untersucht.

Um den Zustand der Zellen beurteilen zu können, müssen diese vor der Untersuchung mit einer Färbelösung behandelt werden. Vitale Zellen können gemessen werden.

In-vitro-Versuche sind vor allem für eine Bewertung des toxikologischen Risikos gut geeignet. Sie sind relevant für den Menschen.

Alternative 2: Weitere in-vitro-Screenings

  1. 3-D-Modell der menschlichen Hornhaut für Untersuchung von Chemikalien, die Augen reizen können
  2. 3-D-Lungenmodell: das gezüchtete Gewebe kommt mit einer Seite mit der Luft und mit der anderen Seite mit einer Nährlösung in Kontakt. Untersuchung der Auswirkung von giftigen Substanzen auf die Lunge.
  3. Pluripotente Stammzellen für die Untersuchung der Schädigung von Nerven durch Chemotherapeutika
  4. Mini-Brains: kleine Gehirne für die Untersuchung der Auswirkung von Schlaganfällen

Alternative 3: In-silico-Methoden: Computermodelle

  1. Mit Simualtionsmodellen berechnen Computer das Fortschreiten von Krankheiten. Lebende Zellen sind nicht mehr erforderlich.
  2. Der digitale Zwilling hilft bei der Auffindung der besten Therapiemethode mit den geringsten Nebenwirkungen.

Alternative 4: Simulationsmodelle

Verwendung lebensechter Modelle zur Übung von Operationen und medizinischen Handlungen