Buchtipp No124: Die Geschichte von Bodri [02|22]

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PetdoctorsChoice, Kinderbuch, ab 8 Jahren, Hédi Fried, Stina Wirsén, Verlag Bohem - News [18|02|22]

Ein berührendes Buch gegen das Vergessen, das auch Hoffnung spendet 

Die Autorin Hédi Fried ist eine der noch wenigen Überlebenden von Auschwitz und Bergen Belsen. Es gelingt ihr jungen Leser:innen diese Geschichte zu erzählen ohne sie zu schockieren. Die Autorin hat auf beeindruckende Weise ein absolut kindgerechtes und berührendes Buch gegen das Vergessen geschaffen, das zum Nachdenken anregt. 

Hédi Fried erzählt in einer Art und Weise, die nie verurteilt, von ihren Erlebnissen während des Zweiten Weltkriegs. Es gelingt ihr mit der Geschichte von Bodri, Hédi und Livia, Kinder an das Thema Holocaust sehr sensibel heranzuführen.

Die Geschichte handelt vom Hund Bodri und den Mädchen Hédi und Livia. Die Schwestern werden durch den Holocaust aus ihrer Kindheit gerissen. Während ihre Eltern in Auschwitz sterben, überleben Hédi und Livia Auschwitz und Bergen Belsen.

Der Hund Bodri, der Hédi in ihrer Kindheit begleitet hat, muss, als die Familie deportiert wird, zurück bleiben. Trotzdem geben die Gedanken an ihren Hund Hédi die Kraft zum Überleben. Nach dem Tod von Hitler und der Befreiung aus dem Konzentrationslager Bergen Belsen, endet das Buch mit einem überraschenden Wiedersehen mit Bodri.

Ein wichtiges Buch zum gemeinsam Lesen

  • Das Buch eignet sich besonders zum Vorlesen. Das Kind sollte die Gelegenheit erhalten, das Gelesene mit einem Erwachsenen zu besprechen. 
  • Auch wenn die Leseempfehlung bei acht Jahren liegt, sollte individuell beurteilt werden, ob das Kind für dieses Thema schon bereit ist.
  • Hund Bodri symbolisiert die Hoffnung, dass das Leben weitergehen kann, auch wenn den Kindern das Schlimmste wiederfährt.
  • Die Geschichte von Bodri ist nicht nur ein Buch gegen das Vergessen, sondern vor allem eines der Hoffnung.
  • Die Geschichte zeigt, dass wir immer die Möglichkeit haben, uns für das Gute zu entscheiden.

Lesen Sie das Buch mit Ihrem Kind. Es ist ein Buch der Hoffnung. Unterstützen Sie Hédi Fried bei ihrer unermüdlichen Arbeit gegen das Vergessen.

Hédi Fried zählt zu den letzten Überlebenden der Konzentrationslager. Sie wurde nach dem Ende des Krieges vom Schwedischen Roten Kreuz nach Schweden gebracht. Dort leben sie und ihre Schwester noch heute und engagieren sich dafür, dass der Holocaust in der Gesellschaft nicht in Vergessenheit gerät. Sie leistet unermüdlich Aufklärungsarbeit zu diesem Thema und hält die Erinnerung am Leben. Die Schriftstellerin wurde mehrmals für ihre Tätigkeit ausgezeichnet, unter anderem mit dem Olof-Palme-Preis.