Studie: wer sind eigentlich die Urahnen unserer Hunde? [08|22]

Forschung, Studie, Abstammung, Francis Crick Instituts, Großbritannien, Wolfsgenome - Petdoctors [18|08|22]
(c) Photo: M. Maggs auf Pixabay
Teilen

Forschung, Studie, Abstammung, Francis Crick Instituts, Großbritannien, Wolfsgenome - News [18|08|22]

  • Studie bringt mehr Licht in die Abstammung unserer Hunde 
  • 72 Wolfsgenome aus dem Permafrost wurden untersucht
  • Die Studie liefert Informationen über die Evolution bei Tieren und Menschen

Für die Studie des Francis Crick Instituts in Großbritannien zur Abstammung unserer Hunde wurden 72 Wolfsgenome aus den letzten 100 000 Jahren untersucht. Sie stammen aus im Permafrost-Boden von Sibirien, Europa und Nordamerika konservierten Wolfsgenomen. Die untersuchten Genome erstrecken sich über 30 000 Wolfs Generationen.

1. Zu den Ergebnissen der Studie:

  1. Die Urahnen unserer Hunde gehörten zu zwei Wolfspopulationen
  2. Das Genmaterial der östlichen Population findet sich in allen Hunden wieder
  3. Das Genmaterial der westlichen Population ist jedoch nur in einigen Hunden vorhanden

Die Genetiker des Francis Crick Instituts zusammenfassend zum Ergebnis ihrer Studie: die heutigen Hunde haben mehr Ähnlichkeit mit Wölfen aus Asien als mit Wölfen aus Europa

2. Theorien zur doppelten Abstammung:

Wie es dazu kommen konnte, dass unsere Hunde von zwei Wolfspopulationen auf unterschiedelichen Kontinenten abstammen:  

  • Die domestizierten Hunde haben sich später weiter mit westlichen Wölfen vermischt
  • Die Wolfsarten waren auch über sehr große Entfernungen eng verwandtschaftlich verbunden
  • Die Nachkommen beider Populationen haben sich gepaart
  • Für genauere Ergebnisse müssen noch weitere Untersuchungen der Genome durchgeführt werden

3. Welche Bedeutung die Vermischung für das Überleben hatte:

  1. Durch ihre Vernetzung über weite Distanzen hatten die Wölfe in der Eiszeit bessere Überlebenschancen
  2. Große Fleischfresser ohne Vernetzung starben in der Eiszeit