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Last Minute Tipps zum Jahreswechsel

Silvester ein Alptraum für viele Tiere. Acht Quick Tipps für HundehalterInnen zum Jahreswechsel von Heidrun Pusch

Was du jetzt noch tun kannst:

Gehe am 31.12. nicht mehr spazieren. Wenn du einen Garten hast, kannst du mit deinem Hund an der langen (Schlepp)leine zum Lösen hinaus gehen. Wenn du keinen Garten hast, dann gehe nur so lange vor die Tür, bis dein Hund sein Geschäft verrichtet hat und dann gleich wieder hinein. Bei einem Spaziergang könnte dein Hund vor einem Knall erschrecken und panisch davonlaufen!

Lasse den ganzen Tag den Radio in guter Lautstärke laufen. Das schirmt die Umgebungsgeräusche ab und ein Knall wirkt in einem Raum mit einem gewissen Geräuschpegel nicht mehr so „scharf“. Wenn dein Hund schon Musik als Entspannungsmusik kennt, dann kannst du auch diese abspielen.

Verdunkle die Räume. Lasse die Jalousien herunter und ziehe die Vorhänge zu. Drehe im Raum das Licht auf. Dadurch kommen keine Lichtblitze der Raketen durch und dein Hund kann sich davor weniger erschrecken.

Mache deinen Hund müde. Beschäftige deinen Hund im Haus mit Schnüffel- oder Zerstörspielen, Tricktraining oder Spielen.

  • Schnüffelidee: Stelle so viele Becher wie du hast verkehrt auf und verstecke unter einem davon ein Leckerli. Lass deinen Hund suchen. Du kannst das Leckerli auch verstecken ohne, dass dein Hund zusieht.
  • Zerstörspiel: Packe das Futter deines Hundes in verschiedene Kartons (Eierkarton, Küchenrolle, Kekskarton,...alles was du so in deinem Altpapier findest). Dein Hund darf sich nun darüber her machen und muss die Kartons zerstören, um an das Futter zu kommen.
  • Tricktraining: Du könntest deinem Hund einen neuen Trick beibringen: Rolle, Totstellen, etwas umrunden, mit den Hinterpfoten auf eine Gegenstand rückwärts steigen,...
 
Schaffe deinem Hund einen gemütlichen Rückzugsort. Manche Hunde mögen es, sich in einer Höhle zu verkriechen. Vielleicht hat dein Hund schon eine (offene) Box, die er gerne mag, oder er zieht sich gerne in einem bestimmten Zimmer zurück. Wenn nicht, kannst du probieren ihm mit einem Tisch und eine Decke darüber eine Höhle zu schaffen.
 
Kauen entspannt. Bereite für deinen Hund ein befüllbares Futterspielzeug (z.B. Kong) oder einen Kauknochen vor. Das Kauen und Lecken daran beruhigt und lindert den Stress.
 

Trösten erlaubt. Entgegen eines hartnäckigen Mythos in der Hundeerziehung ist es erlaubt und sogar sehr wichtig, einem Hund, der Angst hat, zur Seite zu stehen. Wenn du also das Gefühl hast, dass dein Hund in diesen Situationen deine Nähe sucht und gestreichelt werden möchten, dann kannst du dies auch tun!

„Donnerleckerchen“ Eine sehr effektive Maßnahme ist es, nach jedem Knaller ein besonders tolles Leckerchen an den Hund zu verteilen. Am besten wirfst du dabei mehrere kleine Stücke direkt auf den Boden. Der Vorteil ist, dass dein Hund dabei ins Schnüffeln kommt und dies zusätzlich entspannt. Weiters löst diese Art der Gegenkonditionierung eine angenehme Erwartungshaltung nach jedem Knall aus und kann bei guter Anwendung sogar dazu führen, dass dein Hund sich beim nächsten Jahreswechsel gar nicht mehr fürchtet.

 

Heidrun Pusch

  • Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin
  • zert. Tiertrainerin
  • zert. Tierschutzreferentin
  • respekTIERt Hundeschule
  • Tiergestützte Intervention
  • Tierschutzworkshops und Seminare

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