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Je größer das Gehirn umso intelligenter?

Katze oder Hund: wer hat beim Denken die Nase vorn? Je größer der Kopf umso intelligenter? Oder hat das nichts damit zu tun?

 

Zwei in ihrem Wesen völlig verschiedene Tiere, Hund und Katze. Der eine anhänglich und komplett an die Lebensweise bei Menschen angepasst, die andere unabhängig, selbstständig und trotzdem bereit, sich von Menschen versorgen zu lassen. Lebenspartner und enger Freund oder Personalchef und Eigentümer des Dosenöffners.Verfügt eines der  beiden Tiere über bessere Gehirnfunktionen und Denkleistungen?

Was bedeutet Intelligenz?

Hunde verfügen über eine größere soziale Intelligenz, sie können sich besser an die Lebensweise des Menschen anpassen und integrieren sich entsprechend in die menschliche Familie.

Als Kooperationspartner sind Katzen nicht so gut geeignet, sie besitzen aber die besseren Fähigkeiten, Menschen zu manipulieren.

Maßgeblich für die Intelligenz ist nicht ausschließlich die Anzahl der Neuronen, sondern die Dichte und Vernetzung der Nervenzellen untereinander. Eine hohe Dichte von Neuronen spricht für eine entsprechende Denkleistung des Gehirns, spontane Entscheidungen können leichter gefällt werden.

Die Grundlagen:

Das Nervensystem

Das Nervensystem setzt sich aus dem Gehirn und Rückenmark, dem peripheren Nervensystem und dem vegetativen Nervensystem zusammen. Gehirn und Rückenmark bilden die Schaltzentrale, die Befehle für Reaktionen erteilt, das periphere Nervensystem ist der Informationslieferant. Die im ganzen Körper verzweigten Nerven bestehen aus sensorischen Fasern, die Informationen an das Gehirn weiterleiten, und motorischen Fasern, die die Reize an die Zielorgane senden.

Das vegetative Nervensystem beeinflusst alle Vorgänge, die nicht unter der Kontrolle von zentralem und peripherem Nervensystem stehen.

Das Gehirn - die Neuronen

In der Großhirnrinde befinden sich Neuronen, die für Bewusstsein und Denkleistung verantwortlich sind. Emotionen werden über das Limbische System gesteuert, das Instinkt und erlernte Handlungen miteinander verbindet.

Das Gehirn selbst ist ein aufwendig zusammengesetztes Gebilde. Es besteht aus Milliarden von Zellen, den Neuronen, die über Botenstoffe mit anderen Zellen kommunizieren.

Die Intelligenz eines Tieres wird durch die Anzahl der Neuronen in der Großhirnrinde bestimmt. Bei der Untersuchung von Gehirnen verschiedener Fleischfresser konnte festgestellt werden, dass Hunde in den Hirnzellen der Großhirnrinde über doppelt so viele Neuronen verfügen als Katzen. 530 Millionen Neuronen befinden sich im Gehirn von Hunden, 250 Millionen in der grauen Substanz des Katzengehirns. (Menschen verfügen über 16 Milliarden Neuronen)

Bestimmt die Gehirngröße die Anzahl der Neuronen?

Die Zahl der Neuronen nimmt proportional mit der Masse des Gehirns zu. Ab einer bestimmten Grenze ist dies aber nicht mehr der Fall. Neuronen benötigen für ihre Funktion sehr viel Energie. Große Tiere wären nicht mehr in der Lage, ausreichend Nährstoffe mit dem Futter aufzunehmen. Daher wächst ab einer bestimmten Körpergröße nur mehr die Größe des Gehirns, die Anzahl der Neuronen stagniert.

Pflanzenfresser verfügen über die gleiche Anzahl von Neuronen wie Fleischfresser, obwohl Beutejäger kompliziertere Denkprozesse bewältigen müssen. Hauskatzen besitzen ein kleineres Gehirn als wilde Katzen, wegen der Versorgung mit Futter durch Menschen werden weniger Gehirnareale aktiv genutzt.

 

Wer ist nun klüger, Hund oder Katze?

Die Funktionsweise des Gehirns und der Ablauf der Denkprozesse ist noch lange nicht vollständig geklärt. Die Diskussion, welcher Vierbeiner der Klügere ist, wird also noch weiter stattfinden müssen.

Denkleistungen werden von der Anzahl der Neuronen und ihren Verknüpfungen bestimmt. Die Intelligenz eines Tieres wird nicht von der Größe des Gehirns bestimmt.