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Der Rottweiler

Der sanfte Riese für die Familie

Mächtige schwarze Hunde mit braunen Abzeichen. Ein kräftiger, vielseitig einsetzbarer Gebrauchshund, der auch gerne in der Stadt gehalten wird.


Geschichte des Rottweilers

Die Rasse ist bereits seit der Römerzeit bekannt. Die Hunde wurden als Schutzhunde und Treibhunde für Rinderherden eingesetzt. Im Mittelalter wurden die Hunde zum Saupacken bei der gefährlichen Wildschweinjagd abgerichtet. Ausdauer und Stärke machten die Hunde zu unentbehrlichen Bewachern von Schlachtvieh. Rottweil, ein Zentrum der Viehschlachtungen im 18. Jahrhundert, gab der Rasse den heutigen Namen: der „Rottweiler“ war geboren. Nachdem Viehtransporte im 19./20. Jahrhundert vor allem mit Bahn und Transportwagen erfolgten, verlor der Rottweiler seine Aufgabe. 1910 wurde die Rasse wegen des starken Schutzverhaltens als Polizei- und Militärhund anerkannt.
Heute ist der Rottweiler wegen seines sanften Wesens ein beliebter Familienhund, der treu an der Seite seines Rudels steht.


Charakter

Rottweiler sind freundliche Hunde mit viel Geduld und Nerven wie Drahtseilen. Ihre Aufmerksamkeit ist immer auf die Umgebung gerichtet, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Bei Bedrohungen reagieren sie manchmal impulsiv und verteidigen sich und ihr Rudel.


Die Hunde haben einen selbstbewussten Charakter und starken Willen. Deshalb müssen sie mit liebevoller Konsequenz erzogen werden. Eine enge Bindung an das Familienrudel ist besonders wichtig. Vertraut der Rottweiler auf die Führungsstärke seines Halters, wird er in allen Situationen ruhig und gelassen reagieren.


Rottweiler sind intelligent und haben Freude an Arbeit. Ausreichender Auslauf und genügend Beschäftigung sind wichtig für ein ausgeglichenes, glückliches Hundeleben.


Pflege

Das Fell ist kurz. Durch tägliches Bürsten bewahrt es einen schönen Glanz. Die Pfotenballen können mit Pfotenbalsam geschmeidig und gesund erhalten werden, damit auch lange Wanderungen kein Problem darstellen. Kaumaterial, wie Knochen, Ochsenziemer, getrocknete Rinderhaut, pflegt die Zähne und schützt vor der Entstehung von Zahnbelägen.


Ernährung

Egal ob gebarft oder mit Fertigfutter gefüttert, der Nährstoffbedarf muss an den agilen, bewegungsfreudigen Hund angepasst sein. Vorbeugend kann dem Futter Chondroitinsulfat für die Gelenke und L- Carnithin zur Unterstützung der Herzaktion untergemischt werden.


Erbkrankheiten

Die großen Hunde wachsen schnell und sind daher anfällig für Erkrankungen des Skelettsystems. Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie treten häufig auf. Symptome von Schilddrüsenunterfunktion und Herzerkrankungen können ab 3 – 4 Jahren auftreten. Vorsorgeuntersuchungen sollten regelmäßig durchgeführt werden.


Wenn Rottweiler früh sozialisert und mit Liebe, Konsequenz und Erfahrung erzogen werden, sind sie aufmerksame, treue Begleiter, die sich hervorragend als Familienhunde eignen.