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Pro-Hund: Die breite Allianz der Experten

Für ein hundefreundliches Österreich, gegen unsinnige Rasselisten

 

Mit der Initiative „Pro-Hund“ setzen sich Kynologen, Züchter, Experten, Tierschützer, Trainer und Hundeschulen gemeinsam für ein hundefreundliches Österreich und gegen unsinnige Gesetze wie die Rasselisten ein.

 

Pro-Hund soll politisches Gewicht haben, weil erstmals alle maßgeblichen Beteiligten an einem Strang ziehen, waren sich die Initiatoren bei der Pressekonferenz zur Präsentation der Initiative einig. Immerhin zählen der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) mit rund 100 Mitgliedsvereinen und 54.000 Mitgliedern ebenso zu den Gründern wie der Dachverband Tierschutz 2.0, der rund 100 private Tierschutzvereine in Österreich vertritt. Unterstützungszusagen gibt es von vielen Seiten, beispielsweise von der Wirtschaftskammer Österreich oder dem Messerli-Institut, gibt sich die Hundesachverständige Yvonne Adler zuversichtlich, die für Pro-Hund verantwortlich zeichnet.

 

ÖKV- Präsident Dr. Michael Kreiner  nannte ein einheitliches Hundehaltegesetz für Österreich als eines der wichtigsten Ziele der Initiative.  Derzeit unterscheiden sich die gesetzlichen Vorschriften von Bundesland zu Bundesland, so dass ein Wiener Hundehalter auf dem Weg ins Ferienhaus im Burgenland theoretisch drei verschiedenen Rechtslagen Rechnung tragen müsse.

 

Konkret hat Pro-Hund bereits die Sprecher der Parlamentsparteien kontaktiert und auch erste positive Rückmeldungen erhalten, berichtete Adler. In Niederösterreich habe sich der zuständige Landesrat bereits dahingehend geäußert, dass er sich längerfristig das Überdenken der Rasselisten vorstellen könne, wenn andere gesetzliche Maßnahmen greifen sagte Kreiner. In Wien gebe es dagegen bedauerlicherweise mit der zuständigen Stadträtin keine Gesprächsbasis, legte Kreiner seine Einschätzung der politischen Situation im Anschluss an die Pressekonferenz im Gespräch mit petdoctors dar. 

 

Ein weiterer Schwerpunkt soll die Vermittlung von Wissen rund um die Haltung von Hunden sein, wobei der Sachkundenachweis, wie er in Wien oder Oberösterreich gehandhabt wird, ein richtiger Schritt  sei.

 

Universitätsprofessor Kurt Kotrschal vom Wolf Science Center verwies darauf, dass es in Österreich rund 700.000 Hunde gibt und damit etwa zwei bis zweieinhalb Millionen Menschen mit einem Hund leben. Aus anthropologischer Sicht sei der Hund seit mehr als 40.000 Jahren Begleiter des Menschen.  „Es gibt so etwas wie ein Menschenrecht auf das Leben mit Tieren.“ Die Politik solle in Sachen Hundegesetzgebung mehr auf sachliche Entscheidungen als auf die Gefühllage einiger Weniger aufbauen.

 

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