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Seehund statt Kampfhund

Kein einziger Beißvorfall in den Statistiken

Statt bissgefährlicher Kampfhunde sollen künftig friedliche Seehunde das Wiener Straßenbild prägen.  Das scheint der Kern des Leuchtturmprojekts sein, mit dem die für Umwelt und Stadtwerke zuständige Wiener Stadträtin Ulli Sima Wien zur hundefreundlichsten Stadt Europas machen will.
 
PetDoc-Leaks wurden vertrauliche Informationen aus dem innersten Führungskreis des Wiener Rathauses zugespielt. Demnach soll Sima in einem streng geheimen Meeting erste grundlegende Überlegungen ihres Planes präsentiert haben. Ausgangsbasis ist eine internationale Statistik über Beißvorfälle mit ganz unterschiedlichen Hunderassen. Für Experten wenig überraschend stehen die sogenannten Listenhunde nicht an der obersten Stelle der Gefahren-Liste, sondern kleine Hunde wie Chihuahua oder Dackel. Auch der deutsche Schäferhund scheint weit vorne auf. Staffs und Bullterrier liegen im unteren Mittelfeld. Diese Ergebnisse decken sich mit den österreichischen Erhebungen zu Beißvorfällen.
 
Was alle Experten bisher aber völlig übersehen haben ist die Tatsache, dass sowohl die nationalen als auch die internationalen Beiß-Statistiken keinen einzigen Vorfall mit einem Seehund ausweisen. Auf dieser Basis und unter Beiziehung internationaler Berater scheint ein von Sima eingesetztes Team von Spezialisten das Projekt mit dem Arbeitstitel „Der tut nichts“ in den Grundzügen ausgearbeitet haben. Demnach soll zuerst in der Seestadt Aspern eine Seehund-Kolonie angesiedelt werden, die sich dann sukzessive auf ganz Wien ausbreiten und die aggressiven Listenhunde verdrängen soll.
 
Wegen der strengen Geheimhaltung kann PetDoc-Leaks keine Garantie für die absolute Richtigkeit jedes beschriebenen Details übernehmen, versichert aber, nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert zu haben. Erste Überlegungen, wie die Seehunde nach Wien gebracht werden sind Gegenstand weiterer Aufklärungsarbeit.