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Mini-Seehund fürs Küberl

Neue Züchtung soll Haltung in Stadtwohnungen ermöglichen


 
Das Projekt „Seehund statt Kampfhund“ der Wiener Stadträtin für Tierschutz und Stadtwerke, Ulli Sima, soll viel breiter werden. Sima plant die Züchtung von Miniseehunden, um die Haltung der Tiere auch in kleinen Stadtwohnungen zu ermöglichen. Diese Information wurde dem Aufdeckernetzwerk PetDoc-Leaks streng vertraulich aus dem Rathaus zugetragen.
 
Der gemeine Seehund ist mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilogramm (Weibchen) und 150 Kilogramm (Männchen) in der Stadt doch etwas unhandlich. Darauf aufmerksam geworden ist das Büro Sima durch die Zuschrift einer älteren Dame, regelmäßige Leserin der Publikation PetDoc-Leaks. Sie habe ihr Leben lang Katzen gehabt, der Großteil davon echte Kampfkatzen, schrieb die alte Dame an die Stadträtin. Deshalb sei ihr das Projekt „Seehund statt Kampfhund“ auch gleich aufgefallen und deshalb frage sie jetzt an, ob auch ein Projekt „Seekatze statt Kampfkatze“ vorstellbar sei. Alternativ könne sie sich einen Mini-Seehund im Küberl oder im Goldfischglas gut vorstellen.
 
Dem Vernehmen nach haben sich die Fachleute des Büro Sima umgehend mit einer der Seehundstationen in der Nordsee und dem österreichischen Kynologenverband in Verbindung gesetzt, um die Möglichkeiten der Züchtung von kleinen bis sehr kleinen Seehunden auszuloten. Wie aus einem vertraulichen Protokoll hervorgeht, dürfte die Frau Stadträtin bei dieser Gelegenheit auch den Gedanken ventiliert haben, das einheitlich graue bis braune Äußere der Seehunde durch Züchtung etwas farbenfroher zu gestalten. Sima laut vertraulichem Protokoll: „So ein Leopardenfellmuster, das wäre schick.“
 
Eine in diesem Zusammenhang von der Rathaus-Opposition gestellte Anfrage soll auf Anweisung Simas abschlägig beschieden worden sein. „Türkis“ so heißt es nach Informationen von PetDoc-Leaks in der Beantwortung, werde „auf jeden Fall als Fehlfarbe ausgeschieden.“