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Apnoe-Tauchen mit Seehund

Neue Sportart soll die Seestadt Aspern noch attraktiver machen


 Das Geheimprojekt „Seehund statt Kampfhund“ enthält auch ein sensationelles Sportprojekt: Seehunde sollen mit ihren Haltern im See der Seestadt Apnoe-Tauchen. Das erfährt das Aufdeckernetzwerk PetDoc-Leaks direkt aus dem Wiener Rathaus.
 

Wie die Experten im Büro von Frau Stadtrat Ulli Sima mit dem Projekt „Seehund statt Kampfhund“ umgehen ist ein bewundernswertes Beispiel für die Flexibilität, die Kreativität und das Durchhaltevermögen der Verwaltung der Bundeshauptstadt. Beim Besuch einer Seehundstation in der Nordsee stellten die Österreicher völlig überrascht fest, dass Seehunde schwimmen können. Was wäre näher gelegen, als die damit offenkundig gewordene Wissenslücke schamhaft zu verbergen.
 
Nicht so die Sima-Mannschaft. „Jetzt erst recht“ ist zwar beim politischen Gegner gekupfert, tut aber der strategischen Meisterleistung keinen Abbruch, aus einer vermeintlichen kleinen Schwäche Großes zu entwickeln. Künftige Seehund-Halter sollen mit ihren Schützlingen Wettkämpfe im Freitauchen bestreiten. Diese Sportart, wo der lange Atem über den Geist triumphieren muss, ist unter Apnoe-Tauchen bekannt. Apnoe kommt aus dem Griechischen und steht für Atemzug. Den Weltrekord beim Apnoe-Tieftauchen mit variablen Gewichten hält der Österreicher Herbert Nitsch mit 214 Metern.
 
Laut PetDoctor-Leaks vorliegenden, streng vertraulichen Dokumenten werden entsprechende Wettkampfstätten in der Seestadt Aspern bereits geplant. Den Einwand, dass der Tümpel in der Seestadt den Tieftauchbewerben möglicherweise einen natürlichen Riegel vorschieben werde, konterte Stadträtin Ulli Sima laut geheimem Sitzungsprotokoll mit den Worten: „Wenn es senkrecht nicht geht, dann sollen sie halt waagrecht tauchen. Hauptsache, wir gehen nicht unter.“