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Volle Zustimmung für Tierschutzvolksbegehren

WTV unterstützt Tierschutzvolksbegehren. Präsidentin Petrovic: „Große Chance, etwas zu verändern“.

Vösendorf, am 26. Februar 2019. „Tierschutz ist ein Volksbegehren“: Unter diesem Motto wurde am Dienstag der Forderungskatalog des neuen Tierschutzvolksbegehrens präsentiert, welches der Wiener Tierschutzverein (WTV) vollinhaltlich unterstützt.

 

„Wir unterstützen das Begehren und finden es richtig, dass es um eine ganz große Ansage geht, die vor allem dem besseren Umgang mit Nutztieren dient“, sagt Madeleine Petrovic, Präsidentin des WTV, die diesbezüglich viele Forderungen des Vereins darin wiederentdeckt.

Daneben finden sich auch weitere Anliegen des WTV, wie etwa mehr Mitspracherecht für Tierschutzorganisationen, die Verbesserung der Kastrationsproblematik bei Streunerkatzen oder der Eindämmung von Qualzuchten, in dem Volksbegehren. „Auch im Bereich der Heimtierhaltung geht es schon lange nicht mehr um End of the pipe-Regelungen wie Verbote und Restriktionen, sondern um eine Eindämmung unverantwortlicher Zuchten und Handelsströme“, so Petrovic.

Der WTV ruft daher die Bevölkerung auf, das Tierschutzvolksbegehren zu unterstützen und auch zu unterschrieben. „Es ist eine Chance, endlich in Österreich etwas zu verändern. Die BürgerInnen können nun beweisen, dass ihnen das Wohl anderer Lebewesen am Herzen liegt und die Politik zum Handeln bewegen“, so Petrovic. Denn Petrovic erinnert an das erste Tierschutzvolksbegehren von 1996 und bedauert, dass seither sehr viel wertvolle Zeit verstrichen ist, ohne dass sich Österreich wirklich zum Vorreiter eines umfassend verstandenen Schutzes von Tieren bzw. bei der Verankerung eigener Rechte für Tiere gemacht hat.

Petrovic: „Das Geschäft mit Tieren feiert weiterhin fröhliche Urständ.“ Denn auch in Österreich ist es immer noch möglich, vor allem Schweine, Puten und Rinder in einer völlig ihrer Art widersprechenden Weise zu halten, wie etwa Schweine auf Vollspaltenböden. „Das ist Tierquälerei und durch nichts zu rechtfertigen. Denn Österreich kann, soll und wird nicht mit Agrar- Billigproduzenten konkurrenzfähig werden. Die Chance der heimischen Landwirtschaft liegt nur in einem Miteinander mit dem Tierschutz und den Tieren“, sagt Petrovic. Der WTV hat in diesem Zusammenhang auch bereits Taten gesetzt. Etwa durch seine Beteiligung an der Gesellschaft „!Zukunft Tierwohl!“,welche sich verbesserten Formen der Nutztierhaltung verschrieben hat und diese Produkte auch durch entsprechende Prüfzeichen im Handel fördert.

Letztlich seien die im Tierschutzvolksbegehren enthaltenen Forderungen ein wichtiger Schritt, um Österreich endlich zum vielzitierten „Feinkostladen Europas“ zu machen. „Im Moment sind wir davon noch weit entfernt. Man führe sich dabei zudem vor Augen, dass zwischen einem Viertel und einem Drittel der produzierten (tierischen) Lebensmittel nicht konsumiert, sondern weggeworfen werden. Da ist schädlich und unmoralisch. Daher ist es hoch an der Zeit, dass die Tierschutzbewegung möglichst geschlossen und in ihrer Gesamtheit die Rechte der Tiere einmahnt“, so Petrovic abschließend.